Morvan-Syndrom

Morvan-Syndrom (25.05.2021)

Definition Morvan-Syndrom (Gruppe: Neuromyotonien)

Das Morvan-Syndrom ist eine Erkrankung des Zentralen Nerven Systems (ZNS), die vermutlich vermutlich autoimmun bedingt ist. Diskutiert werden Autoantikörper gegen zentrale spannungsabhängige Kaliumkanäle (VGKC), insbesondere in limbischen Arealen. Regelmäßig finden sich im MRT morphologische Anomalien des Hippocampus.

Klinisches Bild Morvan-Syndrom

Das Morvan-Syndrom präsentiert sich durch eine vielgestaltige Klinik mit dem Leitsymptomkomplex der Agrypnia excitata, Symptomen der Neuromyotonie und der limbischen Enzephalitis. Unter den Symptomen finden sich:

MyokymienFaszikulationentonische Spasmenepileptische AnfälleInsomnie
OneiroidStuporkognitive Defizite – PersönlichkeitsveränderungHyponatriämie

Das Morvan-Syndrom kann paraneoplastisch, insbesondere assoziiert mit einem Thymom, auftreten und gemeinsam mit Myasthenia gravis einhergehen.

Prävalenz: < 1 / 1 000 000

Quelle: https://flexikon.doccheck.com

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